AGAP: Alternsgerechtes und gendersensibles Arbeiten in der Pflege

Branche

Gesundheitswesen


Projektdurchführung

bfw - Unternehmen für Bildung

Landsberger Allee 117a
10407 Berlin

Projektleitung: Grynet Kleiner


Laufzeit

01.02.2016 - 31.01.2019


Durchführungsorte

  • Berlin

Handlungsfeld

  • Stärkung der Handlungskompetenz betrieblicher Akteure im Hinblick auf Chancengleichheit

Kurzbeschreibung des Projekts

Der Pflegekräftebedarf wird aufgrund demografischer Veränderungen in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen. Zugleich herrscht im Berufsfeld Nachwuchsmangel, der sich bereits jetzt auf ein erhöhtes Durchschnittsalter der Beschäftigten auswirkt. Hinzukommend wachsen die Anforderungen an Pflegekräfte, das Aufgaben- und Verantwortungsspektrum wird größer. Starker Zeitdruck bei hoher Arbeitsdichte und knapper Personaldecke führen häufig zu körperlichen und psychischen Überlastungen. Dies spiegelt sich in hohen Krankenständen, Fluktuationen und vorzeitigem Berufsausstieg wieder. Das Projekt AGAP zielt auf die Verbesserung der Fachkräftesicherung in Berliner Altenpflegeeinrichtungen durch geschlechtersensible Förderung der Arbeitsbewältigungsfähigkeit, um Pflegekräfte möglichst lange gesund, leistungsfähig und motiviert im Beruf zu erhalten. Es berücksichtigt dabei die verschiedenen Lebensphasen der Beschäftigten und Geschlechterzuschreibungen im Pflegeberuf. Um das Thema breit und nachhaltig zu verankern, werden drei betriebliche Ebenen sensibilisiert und qualifiziert, um alternsgerechtes und gendersensibles Arbeiten in Pflegebetrieben einzuführen. Mit Personalverantwortlichen werden passgenaue Konzepte zur Umsetzung gendersensiblen Alternsmanagements entwickelt, begleitet und modellhaft erprobt. Genderbezogene Altersstrukturanalysen sowie Beschäftigtenbefragungen geben Betrieben Hinweise zum Handlungsbedarf. Beschäftigten werden in einer Qualifizierungsreihe Kompetenzen zur Stärkung der Arbeitsbewältigungsfähigkeit im Pflegealltag vermittelt. Betriebliche Interessenvertretungen werden für alterns- und genderorientiertes Arbeiten sensibilisiert und hinsichtlich Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten qualifiziert. Transferveranstaltungen für Multiplikator_innen und Betriebsparteien der Altenpflege sensibilisieren und informieren zur alterns- und gendersensiblen Arbeitsgestaltung und zeigen betriebliche Umsetzungswege auf. Ein Beirat begleitet und berät das Projekt.

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